Skip naar de inhoud
Arzt geht im Krankenhaus eine Treppe hinauf

Gewebespende-Verfahren

Auf dieser Seite finden Sie eine Schritt-für-Schritt-Erklärung sowie alle Informationen, die Sie für das Verfahren bei Gewebespenden im Krankenhaus benötigen.

Zoeken: Escape om te sluiten, Ctrl+Pijl omhoog/omlaag om door resultaten te navigeren

Gewebespende-Verfahren innerhalb des Krankenhauses

Haben Sie es mit dem (erwarteten) Tod eines Patienten im Krankenhaus zu tun? Befolgen Sie die Schritte auf dieser Seite.

Gewebespende außerhalb des Krankenhauses?

Hierfür gibt es eine separate Seite mit dem extramuralen Verfahren.

Zum extramuralen Verfahren

1. Möglicher Spender? Donorregister konsultieren

Haben Sie es mit dem (erwarteten) Tod eines Patienten im Krankenhaus zu tun? Befolgen Sie die unten stehenden Schritte.

Kontraindikationen prüfen

Eine Gewebespende ist in vielen Fällen möglich. Die wichtigsten Kontraindikationen sind:

  • Eine hämatologische Erkrankung (auch in der Vergangenheit) wie Leukämie, (Non-)Hodgkin, Kahler, myelodysplastisches Syndrom und Polycythaemia vera
  • Eine degenerative neurologische Erkrankung unbekannten Ursprungs wie alle Formen von Demenz, Parkinson, MS und ALS
  • BMI > 40

Donorregister konsultieren

Oben sind die wichtigsten Kontraindikationen aufgeführt. Rufen Sie in allen anderen Fällen oder bei Zweifeln das Orgaancentrum an, um das Donorregister zu konsultieren. Dies ist rund um die Uhr möglich.

Für die Konsultation ist eine BIG-Registrierung erforderlich. Das Krankenhaus kann diese Befugnis auch Mitarbeitern ohne BIG-Registrierung erteilen. Die Verantwortung liegt jedoch immer bei einer Fachkraft mit BIG-Registrierung.

Rufen Sie das Organcentrum an (24/7)

071-579 57 95

Daten, die Sie für die Abfrage des Spenderregisters benötigen

  • Behandelnder Arzt: BIG-Registrierungsnummer und Telefonnummer.
  • Patient: Bürgerservicenummer (BSN), Geschlecht, Initial(e), Nachname und Geburtsdatum.

Gewebespende nicht möglich?

  • Gibt es Kontraindikationen oder steht ein 'Nein' im Spenderregister? Informieren Sie dann die Angehörigen darüber.
  • Das Verfahren ist dann abgeschlossen. Füllen Sie nach Abschluss jedoch immer das Spendeformular und die Sterbeformulare aus.

Ausführliche Informationen

Mehr erfahren über Spendererkennung und die Abfrage des Spenderregisters.

Modellprotokoll Spendererkennung

2. Spendegespräch Gewebe

Ist eine Gewebespende möglich? Führen Sie dann ein Spendegespräch, in dem Sie die Angehörigen eines potenziellen Gewebespenders über die Registrierung im Spenderregister informieren und das Verfahren erläutern.

Die Informationen unten beziehen sich auf die häufigste Situation: ein potenzieller Spender ab 16 Jahren, der einwilligungsfähig ist. Im Modellprotokoll finden Sie eine Anleitung zum Umgang mit Einwilligungsunfähigkeit zum Zeitpunkt der Registrierung.

Erläuterung pro Registrierung

Die Registrierung des potenziellen Spenders im Spenderregister ist maßgeblich für das Gespräch. Sehen Sie sich pro Registrierung an, wie Sie das Gespräch führen.

Ja, ich möchte Spender werden

Wie besprechen Sie die 'Ja'-Registrierung?

Eine 'Ja'-Registrierung ist eine aktive Entscheidung. Der potenzielle Spender hat sich selbst für eine Spende entschieden. Wie besprechen Sie die Registrierung?

  • Informieren Sie die Angehörigen über die Registrierung.
  • Fragen Sie die Angehörigen, ob sie jemals mit dem potenziellen Spender über eine Organspende gesprochen haben.
  • Erklären Sie das Verfahren.
  • Schauen Sie sich die Animation unten an und verwenden Sie den Beispielsatz, um die Registrierung zu erklären.

Mit wem führen Sie das Spendengespräch?

Das Gespräch führen Sie in der Praxis meist mit der direkten Familie. Denken Sie an den Partner, die Kinder oder Geschwister. Sind diese nicht erreichbar? Versuchen Sie dann, die Spende aufzuschieben, bis jemand erreicht werden kann.

Laut Gesetz ist es auch erlaubt, nahestehende Personen zu informieren. Dies sind alle Menschen, die eine (große) Rolle im Leben des Patienten spielen. Dies sind also oft Familienmitglieder, es können aber auch andere Personen sein, die den Patienten gut kennen und aktiv an seinem Leben beteiligt sind.

Was können Sie tun, um Angehörige zu erreichen?

  • Nutzen Sie die regulären Kanäle: Suchen Sie in den persönlichen Gegenständen des Patienten nach Kontaktdaten.
  • Gelingt dies nicht? Bitten Sie dann die Polizei, die Angehörigen über ihre Kanäle zu erreichen.
  • In der Zwischenzeit dürfen Sie bereits vorbereitende Maßnahmen für die Spende durchführen.

Sind Angehörige nicht erreichbar oder kann die Spende nicht länger aufgeschoben werden? Dann findet keine Spende statt.

Sind die Hinterbliebenen davon überzeugt, dass die Registrierung nicht korrekt ist?

Bei einem „Ja“ im Spenderregister liegt eine Zustimmung zur Spende vor. Diese Registrierung ist maßgeblich. Die Absicht ist, die Spende durchzuführen. Es kann vorkommen, dass Hinterbliebene davon überzeugt sind, dass die Registrierung nicht dem Wunsch des Patienten entspricht. Dann können sie dies glaubhaft machen:

  • Beim Glaubhaftmachen geht es nicht um Beweise, sondern um das Darlegen und Erklären.
  • Ihr professionelles Urteil als Arzt zählt. Sie entscheiden, ob Sie die Spende auf Basis dieses Gesprächs durchführen oder nicht.

Achtung: Nur Hinterbliebene bis zum 2. Grad können die Registrierung im Spenderregister widerlegen. Anderen ist dies gesetzlich nicht gestattet.

Haben Hinterbliebene persönliche Schwierigkeiten mit der Spende?

Die Hinterbliebenen können angeben, dass sie persönlich Schwierigkeiten mit der Spende haben. Versuchen Sie dann zu verstehen und nachzufragen, woher die Einwände kommen: Gibt es bestimmte Annahmen über das Verfahren oder spielt etwas aus der Weltanschauung oder Kultur eine Rolle?

Kein Einwand gegen eine Spende

Wie besprechen Sie die „Kein Einwand“-Registrierung?

Jeder ab 18 Jahren steht im Spenderregister. Wenn Sie selbst nicht aktiv eine Wahl treffen, sind Sie auf Basis einer „Kein Einwand“-Registrierung im Spenderregister mit Zustimmung registriert. Darüber wurden Sie durch 3 Briefe der Regierung informiert.

  • Informieren Sie die Angehörigen über die Registrierung.
  • Fragen Sie die Angehörigen, ob sie jemals mit dem Patienten über eine Spende gesprochen haben.
  • Erklären Sie das Verfahren.
  • Schauen Sie sich die Animation unten an und verwenden Sie den Beispielsatz, um die Registrierung zu erklären.

Mit wem führen Sie das Gespräch?

Das Gespräch bei einer „Kein Einwand“-Registrierung führen Sie in der Praxis meist mit der direkten Familie. Denken Sie an den Partner, die Kinder oder Geschwister. Sind diese nicht erreichbar? Versuchen Sie dann, die Spende aufzuschieben, bis jemand erreicht wurde.

Laut Gesetz ist es auch erlaubt, nahestehende Personen zu informieren. Dies sind alle Menschen, die eine (große) Rolle im Leben des Patienten spielen. Dies sind also oft Familienmitglieder, es können aber auch andere Personen sein, die den Patienten gut kennen und aktiv an seinem Leben beteiligt sind.

Was können Sie tun, um Angehörige zu erreichen?

  • Nutzen Sie die regulären Kanäle: Suchen Sie in den persönlichen Gegenständen des Patienten nach Kontaktdaten.
  • Gelingt dies nicht? Bitten Sie dann die Polizei, die Angehörigen über ihre Kanäle zu erreichen.
  • In der Zwischenzeit dürfen Sie bereits vorbereitende Maßnahmen für die Spende durchführen.

Sind Angehörige nicht erreichbar oder kann die Spende nicht länger aufgeschoben werden? Dann findet keine Spende statt.

Sind Hinterbliebene davon überzeugt, dass die Registrierung nicht stimmt?

Bei einer „Kein Einwand“-Registrierung im Spenderregister liegt eine Zustimmung zur Spende vor. Diese Registrierung ist maßgeblich. Die Absicht ist, die Spende durchzuführen.
Es kann vorkommen, dass Hinterbliebene davon überzeugt sind, dass die Registrierung nicht dem Wunsch des Patienten entspricht. Dann können sie dies glaubhaft machen:

  • Beim Glaubhaftmachen geht es nicht um Beweise, sondern um das Darlegen und Erklären.
  • Ihr professionelles Urteil als Arzt zählt. Sie entscheiden, ob Sie die Spende auf Basis dieses Gesprächs durchführen oder nicht.

Achtung: Nur Hinterbliebene bis zum 2. Grad können die Registrierung im Spenderregister widerlegen. Anderen ist dies gesetzlich nicht gestattet.

Haben Hinterbliebene persönliche Schwierigkeiten mit der Spende?

Die Hinterbliebenen können auch angeben, dass sie persönlich Schwierigkeiten mit der Spende haben. Versuchen Sie dann zu verstehen und nachzufragen, woher die Einwände kommen: Gibt es bestimmte Annahmen über das Verfahren oder spielt etwas aus der Weltanschauung oder Kultur eine Rolle?

Mein Partner oder meine Familie entscheidet für mich

Wie besprechen Sie den Wunsch, dass der Partner oder die Familie entscheidet?

Bei der Registrierung 'Mein Partner oder meine Familie entscheidet für mich' überlässt der Patient die Entscheidung dem Partner oder der Familie.

Wie besprechen Sie die Registrierung?

  • Informieren Sie den Partner oder die Familie über die Registrierung.
  • Fragen Sie, ob diese Registrierung dem Partner oder der Familie bekannt war.
  • Geben Sie Informationen über das Verfahren.
  • Geben Sie Zeit, alle Informationen zu verarbeiten, nachzulesen und über die Entscheidung nachzudenken.
  • Schauen Sie sich die Animation unten an und verwenden Sie den Beispielsatz, um die Registrierung zu erklären.

Mit wem führen Sie das Gespräch?

Das Spendengespräch führen Sie mit Hinterbliebenen bis zum 2. Grad. Es gibt 3 Kategorien:

  1. Ehepartner, eingetragener Partner oder anderer Lebensgefährte des Patienten.
  2. Volljährige Blutsverwandte bis zum 2. Grad: (Adoptiv-)Kinder, (Adoptiv-)Eltern, Geschwister, Großeltern und Enkelkinder.
  3. Volljährige Verschwägerte bis zum 2. Grad: Kinder des Ehepartners (oder eingetragenen Partners), Schwiegereltern, Schwager, Schwägerinnen, Schwiegersöhne, Schwiegertöchter und Stiefenkelkinder.

Die Reihenfolge bestimmt die Entscheidungsbefugnis:

  • Nehmen Sie zuerst Kontakt mit einer Person aus Kategorie 1 auf. Diese Person trifft die Wahl. Sie müssen keine Zustimmung von einer Person aus einer nachfolgenden Kategorie einholen.
  • Gibt es keinen Hinterbliebenen aus Kategorie 1 oder ist dieser nicht erreichbar? Dann kontaktieren Sie eine Person aus Kategorie 2 und so weiter.
  • Sie unternehmen angemessene Anstrengungen, um Hinterbliebene aus einer Kategorie zu erreichen, aber Sie müssen nicht jeden erreichen.

Lesen Sie mehr im Modellprotokoll (4.7): Wer sind Hinterbliebene bis zum 2. Grad?

Hinterbliebene nicht erreichbar?

Sie tun alles, um Hinterbliebene zu erreichen. Wenn keine Hinterbliebenen gefunden werden können, findet die Spende nicht statt. Sie dürfen die Angehörigen nicht um Zustimmung bitten, da Angehörigenichtentscheidungsbefugt sein.

Kann die Zustimmung noch zurückgezogen werden?

Der Partner oder die Familienangehörigen können die Zustimmung bis zu dem Zeitpunkt zurückziehen, an dem der Verstorbene für die Gewebespende in den Operationssaal/das Leichenschauhaus gebracht wird.

Ich benenne eine Person, die entscheidet

Wie bespricht man das, wenn der Patient die Entscheidung einer Person überlässt?

Bei der Registrierung 'Ich benenne eine Person, die entscheidet' überlässt der Patient die Entscheidung der benannten Person.

Die in dieser Registrierung genannte Person ist maßgeblich. Es spielt rechtlich keine Rolle, wie lange der Kontakt zwischen dieser Person und dem Patienten zurückliegt.

  • Informieren Sie diese Person über die Registrierung.
  • Fragen Sie, ob diese Registrierung der benannten Person bekannt war.
  • Geben Sie Informationen über das Verfahren.
  • Geben Sie Zeit, alle Informationen zu verarbeiten, nachzulesen und über die Entscheidung nachzudenken.
  • Schauen Sie sich die Animation unten an und verwenden Sie den Beispielsatz, um die Registrierung zu erklären.

Mit wem führen Sie das Gespräch?

Die benannte Person ist beim Gespräch anwesend. Sie geben die Informationen, die für eine informierte Entscheidung notwendig sind.

Ist die benannte Person nicht erreichbar?

Sie setzen alles daran, diese Person zu erreichen. Ist dies nicht gelungen? Dann können Sie die Frage zur Spende an die Hinterbliebenen richten.Wer sind Hinterbliebene bis zum 2. Grad?

Wenn es keine Hinterbliebenen gibt, findet die Spende nicht statt. Sie dürfen keine Zustimmung von Angehörigen einholen. Diese sind nämlich nicht entscheidungsbefugt.

Kann die Zustimmung noch zurückgezogen werden?

Die benannte Person (Entscheidungsbefugter) kann die Zustimmung bis zu dem Zeitpunkt zurückziehen, an dem der Verstorbene für die Gewebespende in den Operationssaal/das Leichenschauhaus gebracht wird.

Nein, ich möchte kein Spender werden

Was tun Sie bei einer 'Nein'-Registrierung?

Der Patient hat explizit angegeben, kein Spender sein zu wollen. Es liegt keine Zustimmung zur Spende vor.

Eine Spende findet bei dieser Registrierung niemals statt.

  • Informieren Sie die Angehörigen darüber, dass keine Zustimmung zur Spende vorliegt.
  • Schauen Sie sich die Animation unten an und verwenden Sie den Beispielsatz, um die Registrierung zu erklären.

Wie erklären Sie das Verfahren?

Findet die Spende statt? Geben Sie den Angehörigen eine klare Erklärung. Seien Sie sich bewusst, dass dies viele Informationen sind und für die meisten Menschen völlig neu.

  • Zuhören ist wichtiger als Sprechen. Gehen Sie auf Sorgen ein und beantworten Sie Fragen.
  • Dosieren Sie die medizinischen Informationen und verwenden Sie so wenig Fachjargon wie möglich.
  • Sorgen Sie für realistische Erwartungen hinsichtlich der Dauer des Verfahrens.

Erwarten Sie Fragen aus dem Bereich Weltanschauung, Religion oder Kultur?

Kontaktieren Sie einen Seelsorger oder medizinischen Sozialarbeiter in Ihrem Krankenhaus. Bitten Sie diese gegebenenfalls zum Gespräch hinzu.

Zusätzliche Erläuterungen für Ihr Gespräch

Erklärung zur Dauer des Verfahrens

  • Sagen Sie, dass das Verfahren Zeit in Anspruch nimmt. Teilen Sie mit, dass es üblich ist, dass Angehörige 8 bis maximal 30 Stunden nach dem Tod wieder über den Spender verfügen können.
  • Nennen Sie einige Faktoren, die die Dauer beeinflussen, wie die Verfügbarkeit eines Entnahmeraums und -teams, das Einholen zusätzlicher Informationen bei einem (Haus-)Arzt und die Entnahme der Gewebe.

Erklärung zu Aufbahrung, Bestattung und Ritualen

  • Sagen Sie, dass Aufbahrung, Beerdigung oder Einäscherung auf die übliche Weise erfolgen können. Auch eine Aufbahrung zu Hause ist möglich.
  • Erklären Sie in Grundzügen, wie jemand nach der Gewebeentnahme aussieht, und geben Sie Ratschläge zur Kleidung. Siehe auch:Gewebeentnahme
  • Geben Sie bei Bedarf Informationen zur Thanatopraxie oder rituellen Waschung:
    • Thanatopraxie ist eine leichte Einbalsamierung und ist in Kombination mit einer Gewebespende möglich. Sie ist nicht möglich bei einer Spende von Haut oder Knochengewebe.
    • Nach einer rituellen Waschung wird der Körper in Tücher gewickelt und eine Gewebespende ist nicht mehr möglich. Vor der Waschung ist dies manchmal noch möglich.
  • Erklären Sie, dass erst nach der Entnahme und dem Screening klar ist, welche Gewebe für eine Transplantation geeignet sind.
Welche Daten der Familie werden für die Anmeldung des Spenders benötigt?
  • Für die Anmeldung des Spenders benötigen Sie spezifische Daten, wie z. B. Auslandsreisen im letzten Jahr. Sehen Sie sich den Gewebefragebogen an: Fragen, die das Organcentrum bei der Anmeldung stellt.
  • Findet die Spende extramural statt? Fragen Sie nach dem Namen und den Kontaktdaten des Bestattungsinstituts.
  • Fragen Sie, ob die Hinterbliebenen einen Brief der NTS erhalten möchten, in dem steht, welche Gewebe entnommen wurden. Falls ja, fragen Sie nach der Postanschrift für diesen Brief.

Abschluss des Spendegesprächs

  • Fassen Sie zusammen, worüber Sie gesprochen haben. Oder bitten Sie einen anwesenden Angehörigen, dies zu tun.
  • Nennen Sie das Ergebnis: Spende ja/nein.
  • Fragen Sie, ob dies korrekt ist und ob alles klar ist.

Tipp! Geben Sie Informationen für zu Hause mit

Geben Sie im Anschluss Informationen für zu Hause mit oder teilen Sie die Online-Informationen.

Informationen für Angehörige

Ausführliche Informationen

Ausführliche Erläuterung zum Spendegespräch und zum gesetzlichen Rahmen?

Modellprotokoll Spendegespräch

3. Gewebespender anmelden

Nach dem Spendegespräch kannst du einen Gewebespender beim Orgaancentrum anmelden. Lies auf dieser Seite, wie du das Anmeldegespräch gut vorbereiten kannst.

Fragebogen zur Anmeldung

Um die Qualität und Sicherheit des Gewebes für den Empfänger zu gewährleisten, stellt dir das Orgaancentrum einige Fragen.

Fragebogen zur Spenderanmeldung

  • Sammle die Daten, die zur Beantwortung der Fragen erforderlich sind.
  • Versuche, die Fragen an die Angehörigen möglichst auf einmal zu stellen.

Checkliste Leichenschau

Eine gründliche Leichenschau des Spenders ist vor der Anmeldung wichtig.Sieh dir die Checkliste für die Leichenschau an.

Gewebespender anmelden

  • Die Anmeldung eines Gewebespenders ist rund um die Uhr möglich.
  • Das Gespräch dauert 15 bis 20 Minuten. Halte die gesammelten Daten bereit.
  • Rufe das Orgaancentrum an: 071-579 57 95.

Ausfüllen des Spendeformulars

Fülle nach Abschluss immer das Spendeformular sowie die Sterbeformulare aus und befolge die Anweisungen deines Krankenhauses.

Weitere Informationen

Modellprotokoll: Anmeldung Gewebespender

4. Vorbereitung der Gewebeentnahme

Die Entnahme von Gewebe findet häufig im Leichenschauhaus des Krankenhauses statt, in dem der Spender verstorben ist. Manchmal erfolgt dies in einem Bestattungsinstitut. Knochen- und Sehnengewebe werden immer in einem Operationssaal entnommen. Dies wird vom Entnahmeteam der WUON organisiert.

Wichtige Punkte vor der Gewebeentnahme

  • Kühlen Sie den Körper innerhalb von 6 StundenKühlen Sie den Körper innerhalb von 6 Stunden nach dem Tod in einer Kühlzelle. Dann ist eine Gewebeentnahme bis zu 24 Stunden nach dem Tod möglich.
    Ist eine Kühlung innerhalb von 6 Stunden nicht möglich? Dann ist es nicht immer möglich, (alle) Gewebe zu entnehmen. Kontaktieren Sie das Orgaancentrum, um die Möglichkeiten zu besprechen: 071 579 57 95 
  • Lagern Sie den Kopf hochLagern Sie den Kopf höher als den Bauch, um Stauungen zu vermeiden.
  • Warten Sie mit der VersorgungDas Entnahmeteam führt zunächst Untersuchungen durch und nimmt Blut ab. Danach entnimmt das Team die Gewebe. Warten Sie mit der Versorgung und dem Ankleiden des Spenders bis nach der Entnahme.
  • Setzen Sie keine Augenkappen einSetzen Sie keine Augenkappen ein und verwenden Sie kein Augenspray. Dies gilt für alle Gewebespender.

Sind Sie Mitarbeiter im Leichenschauhaus? Sehen Sie sich hier die Anweisungen an

Ausführliche Informationen

Benötigen Sie weitere praktische Informationen zur Vorbereitung?

Modellprotokoll Gewebeentnahme

5. Gewebeentnahme

Nach diesen Vorbereitungen kann das Gewebe entnommen werden. Die Entnahme von Gewebe erfolgt durch ein Entnahmeteam der WUON (Weefsel Uitname Organisatie Nederland).

Das Entnahmeteam erhält einen Anruf, um sich zum Ort der Gewebeentnahme zu begeben. Das Team ist speziell für die Durchführung dieses Spendenverfahrens ausgebildet und bringt alle erforderlichen Materialien mit.

Augengewebe

Bei einer Spende von Augengewebe entnimmt das Entnahmeteam immer das gesamte Auge. Es werden immer beide Augen entnommen. Nach der Entnahme werden Prothesen eingesetzt und die Augenlider geschlossen. Manchmal kann eine bläuliche Verfärbung um die Augen herum sichtbar sein. Der Bestatter oder das Entnahmeteam korrigiert dies kosmetisch.

Haut

Das Entnahmeteam kann Haut vom Rücken, den Seiten, den Beinen und dem Gesäß entnehmen. Dabei handelt es sich meist um dünne Hautschichten. Manchmal wird auch eine dickere Schicht vom Rücken entnommen. Nach der Entnahme erhält der Spender einen Anzug, der den Körper bedeckt. Der Anzug ist notwendig, da der Körper nach der Entnahme Flüssigkeit verlieren kann. Meistens sieht man diesen Anzug nach dem Ankleiden nicht. Manchmal ist er am Hals und an den Handgelenken ein wenig sichtbar. Der Bestatter oder die Angehörigen können den Verstorbenen nach der Hautspende nicht mehr waschen.

Herzklappen

Die Herzklappen werden über eine Sternotomie mittels Y-Schnitt entnommen. Das Entnahmeteam entnimmt für eine Herzklappenspende immer das gesamte Herz. Dieses wird zur Gewebebank transportiert, wo die Klappen präpariert werden. Die Schnittwunde wird nach der Spende geschlossen, vernäht und mit einem Pflaster abgedeckt. Wenn darüber hochgeschlossene Kleidung getragen wird, ist davon nichts zu sehen.

Knochengewebe, Knorpel und Sehnen

Knochengewebe, Knorpel und Sehnen müssen in einem Operationssaal entnommen werden, da der Knocheneingriff länger dauert und so die Sterilität besser gewährleistet werden kann.

Knochengewebe, Knorpel und Sehnen werden aus den Beinen, den Oberarmen und dem Becken entnommen. Manchmal wird ein anderes Knochenstück entnommen. Letzteres geschieht nur, wenn hierfür ein Patient auf der Warteliste steht. Die Entnahme von Rippenknorpel erfolgt nur in Kombination mit einer Herzklappenspende und findet statt, nachdem das Herz entnommen wurde.

Das entnommene Knochengewebe wird durch natürlich abbaubare Prothesen ersetzt. Die Schnittwunden werden vernäht und mit Pflastern abgedeckt. Wenn darüber Kleidung getragen wird, ist davon nichts zu sehen. Es wird jedoch davon abgeraten, dem Spender eine kurze Hose, einen kurzen Rock oder Kleidung mit kurzen Ärmeln anzuziehen, da die Pflaster dann sichtbar sein könnten. Angehörige können den Verstorbenen nach einer Knochenspende nicht mehr selbst waschen. Durch die Prothesen ist der Körper weniger stabil und fühlt sich beim Ankleiden anders an.

Nach der Entnahme: Gewebebank

Die Gewebe gelangen nach der Entnahme in die Gewebebanken. Die Gewebebank beurteilt die Qualität. Nach der Genehmigung werden die Gewebe bearbeitet und gelagert.

Ausführliche Informationen

Möchten Sie mehr über die Entnahme spezifischer Gewebe erfahren?

Modellprotokoll Gewebeentnahme

Vergütungen nach Gewebeentnahme

Die Mehrkosten, die Bestattungsunternehmen und Leichenhäuser bei einem Gewebespende-Verfahren haben, gehen zu Lasten der NTS. Angehörige eines Spenders dürfen niemals selbst eine Rechnung für diese Mehrkosten erhalten.

Mehr über Vergütungen

6. Nachsorge nach der Spende

Eine gute Nachsorge für Hinterbliebene hilft bei der Trauerbewältigung. Eine klare Erklärung und eine gute Informationsbereitstellung können hierbei viel bedeuten. Auf unserer Website finden Sie ausführliche Informationen und Unterstützung für Hinterbliebene, die mit einer Organ- oder Gewebespende eines geliebten Menschen zu tun hatten.

Mehr über Nachsorge

Fragen? Rufen Sie das Organcentrum an

Rufen Sie das Organcentrum an, um das Spenderregister einzusehen oder einen Gewebespender anzumelden. Auch bei Zweifeln oder wenn Sie Fragen haben.

24 Stunden am Tag erreichbar