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Eine Frau liest den Brief zur Organspenderegistrierung auf dem Sofa.

Reaktion der NTS auf die Evaluierung des Organspendegesetzes: Erfreut darüber, dass der Spenderwille der Niederländer viel besser bekannt ist.

25 april 2024

Durch das neue Organspendegesetz haben 75 % der Niederländer ihren Wunsch festgehalten. Die Mehrheit weiß zudem, dass das Nichtabgeben einer Wahl automatisch „kein Einwand“ bedeutet, wie die Evaluierung des Gesetzes zeigt.

Direktorin Naomi Nathan von der Niederländischen Transplantationsstiftung (NTS) ist mit diesen Ergebnissen zufrieden: „Das ist ein wichtiger Gewinn. Diese Evaluierung zeigt, dass man darauf vertrauen darf, dass Menschen Organspender sein wollen, wenn sie sich für ‚Ja‘ oder ‚kein Einwand‘ entschieden haben.“

Heute präsentierte Gesundheitsministerin Pia Dijkstra den Evaluierungsbericht zum geänderten Organspendegesetz vor der Zweiten Kammer.

Öffentlichkeitsarbeit bleibt essenziell

Die NTS erkennt sich in den Ergebnissen der Evaluierung wieder und stellt gemeinsam mit der Ministerin fest, dass öffentliche Aufklärung in den kommenden Jahren weiterhin dringend erforderlich ist. Naomi Nathan: „Einerseits ist es gut, dass ein Großteil der Bevölkerung gut über das Organspendegesetz informiert ist. Aber wir wollen eine Situation erreichen, in der jeder eine Wahl trifft, die zu ihm oder ihr passt, und jeder weiß, dass ‚kein Einwand‘ bedeutet, dass man automatisch Spender ist. Das ist eine Voraussetzung für den Erhalt des gesellschaftlichen Vertrauens in das Gesetz. Und das bietet die beste Chance auf mehr Organ- und Gewebetransplantationen, mit denen wir Menschen auf der Warteliste helfen können.“

Wahl mit der Familie teilen

Aber vielleicht noch wichtiger ist, dass Menschen von ihren Angehörigen wissen, was diese gewählt haben. Nathan: „Ärzte bemerken in der Praxis, dass Familien manchmal von der Mitteilung überrascht werden, dass ihr Familienmitglied als Spender registriert ist. Wenn man nie miteinander darüber gesprochen hat, können Zweifel aufkommen. Besonders bei einer Zustimmung auf Basis einer ‚kein Einwand‘-Registrierung: War dies wirklich eine bewusste Entscheidung meines Angehörigen? Deshalb rufen wir jeden in den Niederlanden auf: Teile deine Wahl mit deiner Familie! So vermeidest du unerwartete Nachrichten in einem ohnehin traurigen Moment.“

Missverständnis über die Rolle der Familie

Die NTS stellt fest, dass es sich um ein noch relativ neues Gesetz handelt, das sich erst noch einbürgern muss, und wird sich neben der Regierung in den kommenden Jahren aktiv dafür einsetzen, jeden darüber zu informieren, was Organ- und Gewebespende bedeutet. Nathan: „Informieren ist auch wichtig, um Missverständnisse auszuräumen. So wird oft gedacht, dass die Familie immer das letzte Wort hat. Diese Verwirrung stammt wahrscheinlich aus dem alten Gesetz. Im aktuellen Organspendegesetz hat jeder eine Wahl getroffen, und wenn man nichts angibt, ist man automatisch Spender. Die Familie kann nur unter außergewöhnlichen Umständen gegen diese Registrierung vorgehen.“

Gesprächsunterstützung

Die NTS wird zudem untersuchen, wie Spende-Fachkräfte und Familien kommunikativ während des Spendeprozesses im Krankenhaus noch besser unterstützt werden können. Nathan: „Wir geben jährlich bereits viele Schulungen für Fachkräfte zur Gesprächsführung mit Familien über Spenden. Aber sie können dies aufgrund der geringen Anzahl an Gesprächen anschließend kaum üben. Wir freuen uns, dass die Ministerin angekündigt hat, kurzfristig prüfen zu wollen, ob sie ein früheres Pilotprojekt der NTS mit Organspendekoordinatoren fortsetzen möchte, die solche Gespräche unterstützen und möglicherweise gemeinsam führen können. Und wir denken, dass wir das Gespräch mit der Familie noch besser durch Bild und Sprache unterstützen können.“

Effekt des Organspendegesetzes auf Transplantationen

In den letzten Jahren gab es einen leichten Anstieg bei Spendern und Transplantationen. Zu Recht wird im Bericht geschlussfolgert, dass es, auch aufgrund der Coronapandemie, zu früh ist, um die Auswirkungen des neuen Organspendegesetzes auf die Anzahl der Organ- und Gewebespender wirklich feststellen zu können. Die NTS wird gerne an einer neuen Evaluierung im Jahr 2029 mitwirken. Nathan: „Und es ist eine gute Nachricht, dass die Ministerin weiterhin fördern möchte, dass mehr Organe und Gewebe verfügbar werden, zum Beispiel durch die Finanzierung innovativer Perfusionsverfahren“.