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Ein Mann steht auf einem Festival. Er steht inmitten tanzender Menschen

Woche des Spendergesprächs 2024: 'Wissen, wie es läuft!'

7 oktober 2024

Eine IPSOS-Umfrage zeigt, dass viele Menschen noch Fragen zur Organspende haben. Deshalb startet am 7. Oktober die Kampagne ‚Wissen, wie es läuft‘ während der Woche des Spendergesprächs.

Die jährliche Kampagnenwoche ist eine Initiative der Niederländischen Transplantationsstiftung (NTS). Geschäftsführerin Naomi Nathan: „Diesmal konzentrieren wir uns auf die häufigsten Fragen und Sorgen. Dem setzen wir zuverlässige Informationen und Erfahrungsberichte entgegen. Damit Sie wissen, wie es läuft.“

Unwissenheit über Spenden

Die IPSOS-Umfrage zeigt, dass bei weitem nicht alle Niederländer die Fakten über Organ- und Gewebespenden kennen. Wir denken zum Beispiel schnell, dass wir als Spender nicht geeignet sind. So glaubt fast jeder Dritte, dass man ungeeignet ist, wenn man eine (chronische) Krankheit hat. Und die Hälfte der Befragten denkt, dass man kein Organspender sein kann, wenn man Drogen konsumiert. Zudem wissen nur 4 % der Befragten, dass man sogar bis zum 80. Lebensjahr noch Organspender sein kann. Insbesondere junge Menschen sind oft nicht gut informiert. Fast die Hälfte der 18- bis 24-Jährigen glaubt, dass man kein Spender sein darf, wenn man Tattoos hat. In der Kampagne erläutert die NTS, wie es läuft: dass Krankheit, Alter oder Lebensstil nicht zwangsläufig Gründe sind, nicht spenden zu können.

Vertrauen

Mehr als 8 von 10 Niederländern (83 %) vertrauen darauf, dass ein Arzt alles Mögliche tun wird, um das Leben eines Menschen zu retten, wenn dieser als Spender registriert ist. 6 % haben hierbei „wenig bis kein Vertrauen“. „Ich bin Spender, also gibt sich ein Arzt weniger Mühe bei mir, ist manchmal der Gedanke. Diese Sorgen sind wirklich nicht nötig“, erklärt Thomas Cherpanath, Intensivmediziner am Amsterdam UMC. „Ein ganzes Intensivstation-Team aus Pflegekräften und Ärzten tut alles, um Ihnen als Patient die beste Versorgung zu bieten. Erst wenn wirklich keine Genesung mehr möglich ist, beenden wir in guter Absprache mit der Familie die Behandlung. Erst dann wird das Spenderregister konsultiert und die Organspende kommt zur Sprache. Ein Arzt gibt also immer sein Äußerstes, egal ob Sie Spender sind oder nicht!“

Über Spenden sprechen

„Um eine passende Wahl im Spenderregister treffen zu können, ist es wichtig, gut informiert zu sein“, erklärt NTS-Direktorin Nathan. „Darüber zu sprechen hilft auch. Organspende ist kein sehr gängiges Gesprächsthema, aber es betrifft uns alle.“ Deshalb ermutigt die NTS die Niederländer, sich gut zu informieren und das Sprechen über Organspende zu normalisieren. Die jährliche Kampagnenwoche ist hierfür ein wichtiger Moment.

*Die Umfrage von Ipsos wurde von 1200 Niederländern ausgefüllt. Die Untersuchung ist national repräsentativ nach Geschlecht, Alter (18-80) und Region angelegt.

 

Woche des Spendergesprächs 2024: 'Wissen, wie es läuft!'