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Antoon van den Boogaerdt. Er blickt lachend in die Kamera.

Kultivierte Endothelzellen: Hoffnung für Hornhautpatienten

Das Injizieren von kultivierten Endothelzellen in die innerste Schicht der Hornhaut (Cornea) ist eine innovative Technik, die für Patienten mit Augenproblemen vielversprechend ist.

3 april 2025

Antoon van den Bogaerdt ist Leiter der Abteilungen Hornhaut, Haut und Herzklappen bei der Gewebebank ETB-BISLIFE. Er erklärt, wie kultivierte Endothelzellen in Zukunft zur Behandlung von Augenproblemen beitragen können.

Van den Bogaerdt: „Die innerste Schicht der Hornhaut (Cornea) besteht aus einer einzigen Schicht spezialisierter Zellen, die den Flüssigkeitshaushalt der Hornhaut regulieren. Sie pumpen Ionen aus dem Stroma, wodurch die Hornhaut dünn und durchsichtig bleibt, was für scharfes Sehen sorgt.“

Augenprobleme

„Wenn diese Endothelzellen aufgrund von Krankheit oder Verletzung nicht richtig funktionieren, wird die Sicht trüb und es kann zur Erblindung kommen. Derzeit ist eine (teilweise) Hornhauttransplantation die einzige Behandlung.“

Illustration zu diesem Artikel von einem Auge und einer Petrischale mit Arzt

Kultivierte Endothelzellen

„Eine innovative Technik ist das Injizieren von kultivierten Endothelzellen in die innerste Schicht der Hornhaut. Das MERLN Institute und das UMC Utrecht untersuchen diese Technik mit Zellen aus Spenderhornhäuten. Eine große Herausforderung ist das Finden geeigneter Spender, da nur junge Spenderhornhäute Zellen liefern, die sich ausreichend vermehren können.“

„Es ist zudem eine Herausforderung sicherzustellen, dass die Zellen während des Vermehrungsprozesses ihre optimalen Eigenschaften behalten. Wenn diese Technik gelingt, kann der Mangel an Spenderhornhäuten verringert werden. Eine Spenderhornhaut könnte in Zukunft mehreren Patienten helfen.“

Hoffnung für Patienten

„In den Niederlanden warten derzeit etwa 1.000 Patienten auf eine Hornhauttransplantation. Japanische Forscher erzielten bereits 2018 Erfolge bei der Sehverbesserung nach Injektionen von kultivierten Endothelzellen. Es ist also eine hoffnungsvolle Entwicklung. Aber in den Niederlanden sind wir noch nicht so weit.“

Weiterführende Forschung erforderlich

„Bevor wir diese Technik in den Niederlanden einsetzen können, muss die weiterführende Forschung die Sicherheit, Dauerhaftigkeit und optimale Dosierung dieser Behandlung feststellen. ETB-BISLIFE ist Partner dieser Forschung. In unserem neuen Gebäude in Haarlem wurde ein spezialisierter Raum für die Endothelzellkultur eingerichtet, mit dem wir zu dieser vielversprechenden Technik beitragen.“

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Forschung zur Endothelzellkultur