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Gemeinsam auf dem Weg zu optimalen Hornhauttransplantationen

Mit ihrer Zusammenarbeit setzen sich Robert Jan Wijdh und Julia Nijenhuis für noch bessere Ergebnisse bei Hornhauttransplantationen ein

15 juni 2026

Als Gewebespezialistin und Forscherin bei der Amnitrans Eyebank Rotterdam ist Julia Nijenhuis darauf spezialisiert, Augengewebe für Hornhauttransplantationen zu präparieren und zu entwickeln.

Robert Jan Wijdh ist Hornhautspezialist am UMCG. Seit 1997 spielt er eine wichtige Rolle bei mehr als 5.000 Hornhauttransplantationen. Zudem arbeitet er intensiv an wissenschaftlichen Forschungen mit.

Augenbank

Julia: „In unserer Augenbank erhalten wir gespendetes Augengewebe. Nach dem Eingang beurteilen wir zunächst die Qualität des Gewebes, und wenn es geeignet ist, bereiten wir es so vor, dass Augenchirurgen es transplantieren können. Das Angebot von Hornhäuten an Chirurgen erfolgt ganz einfach online über die Anwendung der NTS. Anschließend gibt der Chirurg an, ob er/sie mit dem Angebot einverstanden ist.

DMEK

„Der Chirurg kann in der App auch angeben, ob er eine DMEK durchführen wird, eine Operationstechnik, bei der nur die innerste Schicht (Lamelle) der Hornhaut ersetzt wird. Dafür lösen wir die innere Lamelle der Hornhaut vom Stroma (der mittleren, dicksten Schicht der Hornhaut) und liefern nur diese zu transplantierende Zellschicht. Die Lamelle ist nur 10 Mikrometer dick und so empfindlich, dass wir sehr präzise arbeiten müssen. Wir verwenden daher die No-Touch-Technik, bei der man das Gewebe so wenig wie möglich berührt.“

Zusammenarbeit in der Gewebekette

„Die Zusammenarbeit mit der gesamten Gewebekette empfinde ich als sehr angenehm. Da die Kommunikationswege kurz sind, können wir uns schnell absprechen – unter anderem mit Robert Jan und seinen Chirurgenkollegen – und gemeinsam für jeden Patienten die bestmögliche Hornhaut präparieren.“

Anfrage

Robert Jan: „Wenn einer meiner Patienten eine Spenderhornhaut benötigt, fordert unser Planungsbüro diese über die Anwendung der NTS bei der Augenbank an. Bei der Anmeldung können wir direkt angeben, bis wann die Hornhaut benötigt wird und ob es spezielle Wünsche gibt, zum Beispiel hinsichtlich der Größe oder der HLA-Typisierung des Gewebes. Anschließend machen sich Julia und ihre Kollegen auf die Suche zu einer geeigneten Hornhaut.’

Goldstandard

‘DMEK ist mittlerweile der Goldstandard für Patienten mit einer Erkrankung des Hornhautendothels (Innenseite der Hornhaut, Anm. d. Red.). Das Schöne daran ist, dass nur ein sehr kleiner Teil der Hornhaut ersetzt wird, wodurch die Form intakt bleibt und sich das Sehvermögen schnell und oft vollständig erholt. Diese Erfindung hatte großen Einfluss auf den Erfolg von Hornhauttransplantationen.’

Zukunft

‘Für die Zukunft gibt es noch weitere vielversprechende Techniken, zum Beispiel mit Zellkulturen und Stammzellen. Im Bereich der Chirurgie denke ich, dass wir bereits eine Art Optimum erreicht haben, auch dank der niederschwelligen Zusammenarbeit mit der NTS und den Gewebebanken. Ich kann schon vor der Operation in der App sehen, wie das Transplantat aussieht. Es ist unglaublich angenehm, mit einem beruhigten Gefühl in eine Operation zu gehen, ohne dass man vor Überraschungen steht.’

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Dieser Artikel stammt aus dem NTS-Magazin Transparant (Nr. 97). Neugierig auf weitere Geschichten und Hintergründe? Lesen Sie das vollständige Magazin jetzt digital!

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